Wie sollte ein Akku geladen werden?
Unabhängig davon, um welche Art von Akku es sich handelt, gelten einige Faustregeln. Als Beispiel dient ein gewöhnlicher Smartphone-Akku auf Lithium-Ionen-Basis, den Sie mit einem typischen USB-C-Ladegerät wie dem Standardmodell von Google aufladen können. Dabei gilt es einige Details zu beachten:
1. Langsam oder schnell?
Schnellladegeräte sind praktisch, weil sie den Akku - namensgerecht - schneller aufladen. Dies kann sich allerdings negativ auf die Lebensdauer des Akkus auswirken. Schnellladungen erzeugen mehr Hitze, gegen die Akkus allerdings empfindlich sind. So wird (auf lange Sicht) die Lebensdauer des Akkus verkürzt. Besser ist es, Akkus langsam aufzuladen, wenn Sie keinen Zeitdruck haben.
2. Kalt oder warm?
Die chemischen Prozesse innerhalb eines typischen Akkus mögen es weder zu warm noch zu kalt. Nutzen Sie drahtloses Aufladen mit einem Produkt wie einem Apple MagSafe Ladegerät, sollten Sie es daher nicht in die Sonne oder in die Nähe eines offenen Fensters im Winter legen. Raumtemperatur ist die beste Idee.
3. Weder zu viel noch zu wenig
Den Ladezustand Ihrer Akkus sollten Sie nicht auf 0 % fallen lassen - und auch 100 % sind nicht optimal. Fällt der Akkustand auf 0 %, kann dies zu einem so extremen Spannungsabfall führen, dass der Akku über lange Sicht unbrauchbar wird. Bei 100 % hingegen werden die erwähnten chemischen Prozesse im Akku beschleunigt, was zu Hitzeentwicklung führt - und dies verursacht Verschleiß, was die Gesamtladekapazität im Laufe der Zeit verringert. Besser ist es, Akkus in einem Bereich zwischen 10 % und 90 % zu halten.
Aus Anwendersicht machen Sie mit diesen drei einfachen Schritten bereits sehr viel richtig. Langsames Aufladen bei Raumtemperatur und Vermeidung der "Schmerzgrenzen" sind einfach Mittel, um Akkus jeglicher Art langlebiger zu machen.
Ich habe meinen Akku auf 100 % geladen - was tun?
Halten Sie sich nicht an die oben genannten Schritte, ist das kein Grund zur Panik. Ein Gerät mit sehr viel Power, wie der Intenso Power Adapter W65ACC, lädt kompatible Geräte in sehr kurzer Zeit auf den maximalen Stand. Nutzen Sie dies gelegentlich, wird dies kaum negative Auswirkungen auf Ihren Akku haben, denn derart empfindlich sind Akkus nicht.
Betrachten Sie die drei genannten Schritte daher eher als langfristige Empfehlungen. Müssen Sie hin und wieder in großer Eile Ihre Geräte laden, spricht nichts gegen ein schnelles Aufladen oder ein vollständiges Auffüllen des Akkus.
Wie finde ich das passende Ladegerät für meine Akkus?
Es gibt unzählige unterschiedliche Batterien, Akkus und Endgeräte auf dem Markt. Daher existieren auch unterschiedliche Ladegeräte, um diverse Akkuvarianten aufzuladen. Beispielhaft finden Sie hier eine kleine Auswahl.
Werkzeugladegeräte
Manche Ladegeräte sind nur mit Akkus kompatibel, die in elektrischen Schraubern, Bohrern und ähnlichem Werkzeug verbaut sind. Mit dem BOSCH Professional Akku-Schnellladegerät laden Sie beispielsweise diverse Akkus auf, die BOSCH in seinen Geräten verbaut - in diesem Fall Modelle zwischen 14,4V und 18V. Andere Geräte wären inkompatibel. Beim Kauf sollten Sie daher darauf achten, dass Ihre Werkzeugakkus für diesen Bereich spezifiziert sind. Andere Akkus - wie gewöhnliche AA-Modelle - könnten Sie damit beispielsweise nicht aufladen.
Ladegeräte für Standard-Batteriegrößen
Die meisten Batterien, die Sie in Büros und Privathaushalten nutzen, werden entweder AA- oder AAA-Batterien sein. Diese lassen sich mit wenig Aufwand an jeder gewöhnlichen Steckdose aufladen - sofern Sie ein passendes Ladegerät besitzen. Ein Beispiel ist das GP Akku-Schnellladegerät. Dort laden Sie maximal acht Batterien zur selben Zeit in einer handlichen Station, außerdem werden die passenden Akkus gleich mitgeliefert. Die Ladestation erkennt defekte Akkus, sodass Sie sie leicht aussortieren können. Ist ein Akku fertig aufgeladen, informiert die LED-Anzeige darüber. Falsche Batterietypen können Sie nicht versehentlich einbinden, denn dann schlägt das Gerät Alarm. Der relativ hohe Preis relativiert sich schnell, wenn Sie bedenken, dass Sie neben dem Gerät gleich acht hochwertige Batterien dazubekommen.
AA- und AAA-Akkus folgen einem gemeinsamen Standard, sodass sie mit allen AA- und AAA-Ladestationen kompatibel sind. Benutzen Sie häufig Batterien dieser Art im (Home-)Office oder Haushalt, sind diese Ladegerät eine effektive Möglichkeit, um Müll zu vermeiden und langfristig - im Vergleich zu gewöhnlichen Batterien - Geld zu sparen.
Ladegeräte für fest verbaute Akkus
Moderne Laptops und Smartphones sind kleine technische Wunderwerke und sehr flach - was aber bedeutet, dass an anderen Stellen Abstriche gemacht werden müssen. So sind diese Geräte meist mit fest integrierten Lithium-Ionen-Akkus ausgestattet, die Sie nicht wechseln können. Mit mobilen Ladestationen wie für AA- und AAA-Batterien kommen Sie also nicht weit.
Wir stellen Ihnen einige Ladegeräte vor, mit denen Sie vor allem Smartphones und Laptops versorgen können:
1. USB-Kabel-Ladegeräte
Kein "Gerät" im eigentlichen Sinn, sondern nur ein Kabel: Produkte wie das Intenso USB-Kabel A315C verbinden Sie mit einem geeigneten USB-Anschluss an PCs oder Netzteilen und versorgen damit Smartphones und andere kompatible Geräte mit Strom. Schnellladung wird unterstützt, außerdem werden über dieses Kabel auch Daten übertragen. So könnten Sie etwa Daten von einem Smartphone auf ein Laptop übertragen, während es gleichzeitig geladen wird. Wird Ihr Notebook ebenfalls über USB-C geladen, könnten Sie auch dieses mit einem Kabel dieser Art aufladen.
2. Ladegerät für mehrere Geräte
Jonglieren Sie häufig mehrere Geräte auf einmal, kann ein Ladegerät mit mehreren Anschlüssen die richtige Wahl sein. Das HyperJuice 70W USB-C GaN Reise-Ladegerät etwa besitzt zwei USB-C-Anschlüsse und einen USB-A-Port. Damit könnten Sie drei Geräte auf einmal aufladen (und den USB-A-Port verwandeln Sie im Bedarfsfall mit einem Adapter in einen weiteren USB-C-Anschluss). Ladegeräte dieser Art versorgen gleich mehrere Geräte aus nur einer Steckdose, wodurch andere Steckplätze frei werden.
3. Wireless-Ladegeräte
Endgeräte, die den Qi-Standard unterstützen, können Sie über ein Ladegerät laden, das ebenfalls diesen Standard unterstützt. Die Intenso WA1 Ladematte ist ein solches Produkt. Passende Endgeräte wie Smartphones oder einige Computermäuse legen Sie einfach auf die Matte, wodurch deren Akku dann geladen wird. Die Aufladung geschieht langsamer im Vergleich zu Kabelladegeräten, außerdem ist die Effizienz geringer - aber dafür entfällt das Kabel. Außerdem kann das Auflegen der Geräte wesentlich bequemer sein als die Kabelvariante. Wie bereits erwähnt, muss das Smartphone den Qi-Standard unterstützen, damit die Ladematte funktioniert. Beim Kauf sollten Sie darauf achten, dass sowohl das Ladegerät als auch das Endgerät miteinander kompatibel sind.
Powerbank: Akku laden im Notfall
Wenn kein Ladegerät und keine Steckdose zur Verfügung stehen, können Sie Ihre Akkus dennoch aufladen - mit einer Powerbank. Diese Produkte fassen sehr viel Strom, den sie bei Bedarf an angeschlossene Geräte wie Smartphones und Notebooks abgeben. So könnten Sie zu eine Powerbank im Büro oder zu Hause maximal aufladen, dann auf Reisen gehen und sie unterwegs "anzapfen", wenn die Ladung im Smartphone zur Neige geht. Ein Beispiel ist die Anker 737 Powerbank. Daran befinden sich zwei USB-C-Ports und ein älterer USB-A-Anschluss. Außerdem gibt es eine LCD-Anzeige, die über Ladegeschwindigkeit und die verbleibende Kapazität der Powerbank informiert.
Jede Powerbank liefert Ihnen außerdem eine Aussage über ihre Gesamtkapazität, die in mAh (Milliamperestunden) angegeben wird. Bei der genannten Powerbank aus unserem Beispiel handelt es sich um 24.000 mAh. Besitzt Ihr Smartphone eine Kapazität von beispielsweise 5.000 mAh, bedeutet dies, dass die Powerbank dieses Smartphone fast fünf Mal vollständig aufladen kann. Andere Varianten sind günstiger und bieten weniger Kapazität. Durch diese einfache Berechnung können Sie im Voraus planen, wann Sie wieder eine Steckdose finden müssen, wenn Sie Ihr Smartphone häufig durch die Powerbank laden.
Achtung: Powerbank häufiger nutzen
Lagern Sie eine Powerbank im aufgeladenen Zustand über vielleicht ein Jahr in einer Schublade, stehen die Chancen gut, dass sie nicht mehr viel von ihrer Kapazität vorweisen kann. Im Laufe der Zeit entlädt sich der Akku durch natürliche chemische Prozesse von allein. Bevor Sie auf Reisen gehen, sollten Sie daher die Powerbank noch einmal vollständig laden und sich nicht auf den Ladezustand von vor einem Jahr verlassen.
Zusammenfassung: so laden Sie einen Akku richtig
Laden Sie einen Akku am besten nie auf 100 % und lassen Sie ihn nie auf 0 % entladen. Passiert es nur hin und wieder, ist dies kein Problem - aber es sollte nicht die Regel sein. Die Ladung sollte bei Raumtemperatur erfolgen, außerdem ist langsames Laden im Zweifelsfall besser als Schnellladen. Qi-Ladegeräte laden langsam, aber sind bequem - sofern Ladegerät und Endgerät den Qi-Standard beide unterstützen. Bei AA- und AAA-Akkus können Sie kaum Fehler machen - ein einfaches, kompatibles Ladegerät reicht aus. Handelt es sich um spezielle Ladegeräte für Werkzeuge, sollten Sie darauf achten, dass die spezifizierten Volt-Bereiche eingehalten werden. Generell sind Akku-Ladegeräte jedoch eine gute Idee, um langfristig Geld zu sparen, wenn Sie einen hohen Batterieverbrauch haben - und auch die Umwelt wird damit ein wenig geschont.
Gut geschrieben
Gut geschrieben. Viele nützliche Informationen. Wichtig wäre noch stets Qualität zu kaufen und keine 65 Watt Netzteile für 12,99 Euro. Amazon ist voll von unsicheren Netzteilen.